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Büroflächen: Jahreszeitlich flexible Nutzung schafft Attraktivität und Nachhaltigkeit bei der Nutzung

Die Ansprüche an Büroflächen steigen, weil Unternehmen die Nutzungsmöglichkeiten der einzelnen Bereiche flexibler gestalten wollen. Dabei spielen nicht nur die veränderten Prozesse von Büroarbeit eine wichtige Rolle, auch die verschiedenen Jahreszeiten und klimatische Voraussetzungen stellen jeweils andere Anforderungen an Räume und Flächen. Hinzu kommt, dass Aspekte wie Nachhaltigkeit bei Gebäuden immer wichtiger werden. „Nachhaltiges Bauen ist definitiv ein Zukunftsthema für gewerblich genutzte Immobilien“, erklärt der Bau-Experte Patrick Herzog. Gepaart mit steigenden Ansprüchen an Flexibilität ändere sich die Herangehensweise bei der Schaffung neuer Flächen. Ein Beispiel aus der Praxis von Patrick Herzog: In den Wintermonaten kommen MitarbeiterInnen häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto ins Büro. Die Folge: Parkplätze, Tiefgaragen und Wege werden in dieser Zeit deutlich stärker genutzt als im Frühjahr oder Sommer. „Wurden diese Flächen bislang kaum anders genutzt als beschrieben, stellen sich Planer und Bauherren heute die Frage, ob man zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Arten der Nutzung schaffen kann“, erläutert Experte Herzog. Könnte man etwa Stellplatzetagen so gestalten und begrünen, dass sie im Sommer auch für Meetings oder Breakout Sessions nutzbar sind? Oder kann man Innenhöfe, die in den Wintermonaten als Parkplatz dienen, in den Sommermonaten für Arbeitsplätze unter freiem Himmel nutzen?

Verschiedene Nutzungen: Auf die Verbindungen kommt es an

Ähnliche Flächeneffizienzen gilt es inzwischen auch für klassische Außenbereiche wie Balkons oder Dachterrassen zu beachten. Werden diese Flächen nur in den warmen Monaten genutzt, bedeutet das für den Mieter, dass er außerhalb dieser Zeit viele Quadratmeter verliert. Umgekehrt gilt: Wenn die Zugänge zu diesen Bereichen nicht klug ins Baukonzept integriert werden, geraten sie im Sommer ins Hintertreffen. Gerade in Bürogebäuden werden Lounges mit Balkon- oder Terrassenzugang im Sommer zur reinen Durchgangszone, das gilt es zu vermeiden.

Baumodule: Flexible Nutzungen erfordern flexible Räume

Zahlreiche Projektentwickler bedienen sich hier inzwischen flexibler Baumodule, um die Flächen optimal auf die Jahreszeit einzustimmen. So werden Wand- und Glasmodule so eingesetzt, dass sie in den warmen Monaten offenstehen, in den kälteren hingegen als zusätzliche Loggien genutzt werden können. „Im Prinzip wie bei einem Tennisplatz mit und ohne Winterzelt können so dieselben Flächen unabhängig von der Witterung genutzt werden“, sagt Patrick Herzog. Damit stünden sie nicht nur als zusätzliche Mieter zur Verfügung, sondern erhöhten auch die Nutzungsfreude der Mieter.

Patrick Herzog: Effizienz bei der Nutzung erhöht die Nachhaltigkeit

„Projektentwickler sind heute gut beraten, unterschiedliche Flächennutzungen je nach Jahreszeit bei der Planung neuer Bürogebäude zu berücksichtigen. Die so entstehende Effizienz bei der Nutzung schafft neben der Art des Baus zusätzliche Nachhaltigkeitsaspekte“, bekräftigt Immobilienexperte Patrick Herzog und betont noch einen weiteren, wichtigen Aspekt: So durchdachte Gebäude sichern die Akzeptanz des Arbeitsplatzes bei MitarbeiterInnen und sichern so auch langfristige Mietverträge, was Investoren wiederum zu schätzen wissen.

Über Patrick Herzog

Patrick Herzog ist Unternehmer, Autor und hat sich auf nachhaltiges Bauen fokussiert. Herzog ist überzeugt, dass nachhaltiger Quartiersentwicklung die Zukunft gehört und jedes einzelne Gebäude dabei Teil eines eigenen komplexen, aufeinander abgestimmten Systems ist, das übergreifende Nachhaltigkeit ermöglicht.

Experte, Nachhaltiges Bauen

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